Startseite » Bernstein» Heilkraft Bernstein

Heilkräfte von Bernstein

Bernstein ist den Menschen schon lange bekannt und so gibt es bereits Hinweise in der Antike, dass das fossile Harz als Heilstein angesehen wurde.

Bernstein in der Antike

Bernstein wird schon seit Jahrtausenden als Heilmittel eingesetzt. So wissen wir, dass Thales von Milet die elektrostatischen Eigenschaften des Bernsteins mit magnetischen Kräften gleich setzte. Allerdings schrieb er diesen Kräften des Bernsteins nicht nur die Fähigkeit zu Staub und Gewebefasern anzuziehen sondern auch andere winzige Gebilde, die sich schädlich auf die menschliche Gesundheit auswirken können (so etwas wie Krankheitserreger). Thales von Milet lebte von ca. 624 v. Chr. Bis 547 v. Chr. Und war griechischer Philosoph, Mathematiker und Astronom. Allerdings sind von Thales keine Schriften überliefert, das was von ihm bekannt ist, musste Werken anderer antiker Autoren entnommen werden.

Thales von Milet folgte Plinius der Ältere

In der Antike
Thales von Milet machte wohl den Anfang. Einige hunderte Jahre später schrieb Plinius der Ältere (23/24 n. Chr. bis 79) in seiner Naturalis historia dann, dass auf der Haut getragene Bernsteinamulette vor Fieber schützen sollen. Plinius der Ältere war römischer Historiker und Schriftsteller, in seiner Naturalis historia behandelte er Themen, die sich mit der Naturwissenschaft beschäftigen. Neben Medizin und Geographie werden aber auch Kunst und andere Themen wie Ackerbau, Botanik und Astronomie behandelt. Ein abschnitt beschäftigt sich mit der Metallurgie und Mineralogie. Bei der Naturalis historia handelt es sich um die älteste vollständig überlieferte systematische Enzyklopädie.
Zur Enzyklopädie.

In etwa zur gleichen Zeit wie Plinius der Ältere befasst sich auch der griechische Arzt Pedanios Dioskurides mit dem Bernstein und seinen Heilkräften. So beschreibt Pedanios Dioskurides in seinem Werk Materia Medica die Heilwirkung von Bernstein mit Podagraschmerzen, Dysenterie und Bauchfluss. Pedanios Dioskurides lebte im 1. Jahrhundert n. Chr. Er war Militärarzt der römischen Kaiser Claudius und Nero und ist einer der berühmtesten Pharmakologen des Altertums.

In Vorzeit und Altertum wurde dem Bernstein häufig auch eine dämonenabwehrende Wirkung zugeschrieben. Zunächst wurde Bernstein dabei einfach nur am Körper getragen, später mit einem Band um den Hals befestigt. Um seine Heilkräfte bzw. seinen Schutzzauber zu verstärken ging man später dazu über Bernstein nicht mehr im natürlichen Zustand zu belassen sondern an seiner Form zu feilen bzw. ihn zu verzieren. Bald ging man zur figurativen Darstellungen über. Der Schritt war nicht mehr weit und Bernstein wurde dermaßen bearbeitet bzw. verarbeitet (zum Beispiel zu Anhängern), dass er eben als Schmuck diente.

Bernstein im Mittelalter

Es gibt mittelalterliche Manuskripte aus dem 12. Jahrhundert, die Hildegard von Bingen zugeschrieben werden und die sich mit Bernstein als wirksames Medikament gegen eine ganze Reihe von Erkrankungen und Beschwerden beschäftigt. So soll Bernstein gegen Magenbeschwerden aber auch Blasendysfunktion wirken. Der Deutschritterorden spricht in etwa zur gleichen Zeit ein verbot aus, mit weißem Bernstein zu handeln. Der Deutschritterorden kontrollierte damals die Bernsteingewinnung und Bernsteinnutzung (Bernsteinregal, hoheitliches Monopol zur wirtschaftlichen Nutzung von Bernstein an der Bernsteinküste der Ostsee). Weißem Bernstein schrieb man besondere heilende Kräfte zu und der Deutschritterorden verwendete diesen besonderen Bernstein selbst zu medizinischen Zwecken.Der Deutschritterorden (auch Deutsch Orden) war insbesondere m Baltikum aktiv.

Bernstein gegen die Pest

Die Pest wütete im Mittelalter durch Europa, gerade die schwere Pestepidemie ab 1347 hatte zahlreiche Opfer gefordert. Als lokal auftretende Epidemie blieb die Pest noch drei Jahrhunderte danach ein regelmäßig auftretender Begleiter der Zeit. Und so beschäftigte man sich auch im 16. Jahrhundert noch mit vorbeugenden Mitteln gegen die Pest. So auch Georgius Agricola (1494-1555, deutscher Wissenschaftler, Vater der Mineralogie), der in seiner Schrift De peste (erschien erstmals im Jahre 1554) gleich verschiedene Bernsteinmixturen als vorbeugendes Mittel gegen die Pest empfahl.

Bernstein als Heilmittel

Hier eine kleine Übersicht an Autoren, die Bernstein für das eine oder andere Gebrechen empfahlen: Nicholas Culpeper empfahl 1654 die Einnahme von 0,7 Gramm Bernstein als Mittel bei erschwerten Urinieren. Einige Jahrzehnte später war es dann William Salmon der 1696 mit einer Mischung aus 2,3 Gramm Berneinpulver und 0,14 Liter Weißwein meinte ein Mittel gegen Epilepsie gefunden zu haben. Gleich gegen eine Vielzahl von Krankheiten und Beschwerden (wie Ruhema, Bandwürmer und Krämpfe) sollte eine Mischung aus Bernsteinöl mit sechs Teilen destilliertem Wasser helfen, meinte zumindest Jan Freyer noch 1833.

Bernstein als Heilmittel in der heutigen Zeit

Der Mediziner und Mikrobiologe Robert Koch (geboren 1843, gestorben 1910; Begründer der modernen Bakteriologie und Mikrobiologie) beschäftige sich ebenfalls mit Bernstein. So analysierte er im Jahr 1886 Bernsteinsäure. Dabei kam Robert Koch zu dem eRgebnis, dass Bernsteinsäure einen positiven, unter anderem immunitätssteigernden Einfluss auf den menschlichen Organismus haben könne. Ferner fand Robert Koch heraus, dass Bernsteinsäure selbst in großen Mengen verabreicht, den Organismus nicht schädige. Und so gibt es noch heute Medikamente mit dem Wirkstoff Bernsteinsäure im Handel (insbesondere in den USA und Russland). Und auch in der Homöopathie werden heute Präparate verwendet, die Bernsteinextrakte enthalten. Da Bernsteinsäure in der Verwitterungskruste des Rohbernsteins angereichert ist, wird in der Naturheilkunde oftmals empfohlen, unbearbeiteten Bernstein direkt auf der Haut zu tragen.

Bernstein und Aberglaube

Aber auch im Bereich des Aberglaubens findet sich immer wieder der Bernstein wieder. So hat der Stein die Kraft Ehefrauen zum Gestehen schlechter Taten zu bringen, wenn man ihnen nachts Bernstein auf die Brust leget. Und im Volksaberglaube hilft Bernstein als Schutz vor bösen Zauber und der Stein hat die Kraft sowohl Dämonen, Hexen als auch Trolle zu vertreiben. In der Esoterik selbst gilt der Bernstein als Heil- und Schutzstein: Er könne Ängste nehmen und Lebensfreude schenken. Damit Bernstein seine volle Wirkung entfalten könne, müsse er dafür aber lange und ohne Unterbrechung auf der Haut getragen werden. In der Steinheilkunde wird Bernstein zudem eine Aura aus positiven Schwingungen nachgesagt. Unnötig zu sagen, das es für diese Kräfte des Bernsteins keine wissenschaftliche Belege gibt. Aber manchmal hilft eben der Glaube allein.

Bernstein als Zahnungshilfe

Verbreitet ist der Bernstein auch als Zahnungshilfe für Babys. Eine Bernsteinkette, um den Hals des Babys gelegt, soll dem Kind das Zahnen erleichtern und auch die Schmerzen nehmen. Begründet wird dies dadurch, dass Bernstein eine entzündungshemmende Wirkung entfalten könne. Nicht ganz unwahrscheinlich ist aber, dass eine solche Kette vom Baby als Beißring genutzt wird und dies Erleichterung verschafft. Wer eine Bernsteinkette bei seinem zahnendem Baby einsetzen möchte, sollte auf Qualität achten und darauf, dass die Kette für Babys geeignet ist. So sollte der Verschluss sich selbst öffnen, wenn das Baby irgendwo hängen bleibt, ansonsten droht die Gefahr, dass sich das Kleinkind mit der Kette aus Bernstein stranguliert. Und es darf natürlich keine Gefahr durch abgebrochene Teile, die eingeatmet werden könnten, von der Kette ausgehen (siehe auch: Extra sichere Bernsteinkette Baby cognac Magnetverschluß).


Mit Bernstein gegen Parasiten

Bernsteinkette aus baltischem Naturbernstein.
Bernstein Halsband
18,55 bis 27,95 Euro



Mehr über Bernsteinketten

Steintherapie Auch Steinen wird eine Heilkraft nachgesagt

Auch Steinen wird eine Heilkraft nachgesagt. Teilweise soll die Heilkraft physische Auswirkungen haben und bei einem konkreten Leiden helfen, teilweise geht es aber auch um physische Auswirkungen. Steintherapie Auch Steinen wird eine Heilkraft nachgesagt